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Der Verkehr in der Schweiz

96,5 Milliarden Kilometer wurden in der Schweiz 2015 mit motorisierten Fahrzeugen zurückgelegt (Autos, Motorräder). 2014 waren es noch 89,7 Milliarden Kilometer und gegenüber 1970 hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt.

Verkehrsströme im Personenverkehr
(Quelle: Bundesamt für Statistik)

 

Fahrzeugbestand nimmt stetig zu

Knapp 415 000 motorisierte Strassenfahrzeuge wurden 2016 in der Schweiz neu in Verkehr gesetzt. Das sind zwar fast 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch nahm der Motorfahrzeugbestand gegenüber 2015 um 94 900 Einheiten zu (1,6%) und erreichte damit beinahe die Schwelle von 6 Millionen. Nahezu drei Viertel des Bestands sind Personenwagen.

 

Mehr Hybrid- und Elektroautos

Wie schon im Vorjahr nahm der Bestand an Hybridautos auch 2016 zu. Mit 8931 (+18,4%) neu zugelassenen Hybridautos erreichte der Bestand zum Jahresende 2016 57 439 Fahrzeuge. Noch deutlicher war die Zunahme bei den reinen Elektrofahrzeugen. Ihre Zahl stieg 2016 um 42,4 Prozent auf 10 724 Fahrzeuge an. Dennoch blieb die Flotte der Hybrid- und Elektroautos im Vergleich zu den benzin- (3 149 902) und den dieselbetriebenen Fahrzeugen (1 291 500) nach wie vor klein.

 

Der Motorisierungsgrad variiert stark

Der Motorisierungsgrad, das heisst die Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, stieg zwischen 1970 und 2016 von 221 auf 543. Die Schweiz lag damit im Durchschnitt ihrer Nachbarländer. Deutschland zählte 550 Fahrzeuge je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, Frankreich 483 und Italien 610 (Eurostat-Daten 2014). Der kantonale Vergleich des Motorisierungsgrads zeigt, dass die urbanen Kantone Basel-Stadt und Genf mit 344 bzw. 457 Fahrzeugen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 2016 die tiefsten Werte der Schweiz aufwiesen. Den höchsten Motorisierungsgrad registrierten Zug (648), Schwyz (639), Tessin (638) und Wallis (636). Die Flotte der Miet- und Geschäftsfahrzeuge kann den Motorisierungsgrad in gewissen Kantonen nach oben beeinflussen.
(Quelle: Bundesamt für Statistik)

Rund 5,9 Millionen Motorfahrzeuge waren laut Bundesamt für Statistik 2015 auf Schweizer Strassen unterwegs, 1,8 Prozent mehr als 2014 und mehr als doppelt so viele wie 1980. Doch diese Mobilität hat auch ihre Schattenseiten. Kein Tag vergeht, ohne dass Menschen im Strassenverkehr schwer verletzt oder gar getötet werden.

 

Weniger Tote, weniger Verletzte

Auf Schweizer Strassen starben 2016 216 Menschen – 37 weniger als 2015. Die Anzahl der Schwerverletzten ging um 1 Prozent auf 3785 zurück. Rückläufig waren Unfälle bei Motorradfahrenden sowie Fussgängerinnen und Fussgängern. Bei E-Bike- und Fahrradfahrenden sind die Zahlen weiterhin auf hohem Niveau. Dies geht aus dem Unfallregister des Bundesamts für Strassen (ASTRA) hervor. 2016 sank die Anzahl tödlich verunfallter Personen gegenüber 2015 um 15 Prozent auf 216. Seit Beginn der bundesweiten Zählung 1940 war der Wert nur 1945 mit 211 Getöteten geringer. 1971 lag er bei 1773 (höchster Stand). Seither sank die Zahl kontinuierlich um insgesamt 88 Prozent.

 

Verunfallte 2016

Verunfallte 2016

 

Abnahme bei Motorradfahrenden

Auch bei den Motorradfahrenden gab es weniger Getötete. 2016 wurden bei Verkehrsunfällen 43 Motorradfahrende tödlich verletzt (–35 Prozent). Bei den Insassen von Personenwagen starben wie im Vorjahr 75 Menschen. Die Zahl der Schwerverletzten sank um 1 Prozent.

 

Starke Zunahme der getöteten und schwer verletzten E-Bike- und Fahrradfahrenden

Bei den Fahrradfahrenden sind 24 Todesopfer zu verzeichnen, eine Person weniger als 2015. Die Zahl der Schwerverletzten stieg hingegen von 838 auf 854 Personen leicht an. Das vermehrte Aufkommen von E-Bikes in den letzten Jahren hat zu einem deutlichen Anstieg der Unfallopfer geführt und erreichte bei den Getöteten 2015 und bei den Schwerverletzten 2016 einen Höchstwert. Mit insgesamt 210 Unfallopfern zeigen die Zahlen eine steigende Tendenz. Zwei Drittel davon sind Personen über 50 Jahre. Rund ein Viertel der schwer verunfallten E-Bike-Fahrenden war mit einem schnellen E-Bike mit einer Tretunterstützung bis maximal 45 km/h unterwegs.

 

Abnahme bei den tödlich verunfallten Fussgängerinnen und Fussgängern

Bei den Fussgängerinnen und Fussgängern gab es 50 tödliche Unfälle. Das entspricht einer Abnahme um 14 Prozent. Unter den Getöteten waren fünf Kleinkinder (bis 4 Jahre). Sie verunglückten abseits eines Fussgängerstreifens. Knapp die Hälfte der getöteten Fussgängerinnen und Fussgänger waren Senioren. Mehrheitlich starben auch sie abseits eines Fussgängerstreifens.

 

Weniger Tote auf Autobahnen und Autostrassen

Die Zahl der Personen, die auf Autobahnen oder Autostrassen getötet wurden, sank 2016 auf 28, 20 davon waren Insassen von Personenwagen. Vier Touristen starben bei einem tragischen Unfall vor dem Gotthard-Südportal.

Verunfallte im Strassenverkehr

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